
Zwischen Fäden und Farbe, zwischen Gewebe und Leinwand entstand im Advent 2025 ein besonderer Resonanzraum in der Grazer Innenstadt: Der erste gemeinsame POP-UP KunstMarkt von Sandra Wiedner und Mirjam Schrei in der Grazer Innenstadt – eine Verkaufsausstellung von Handweberei und Malerei in Graz.
Vom 22. November bis 21. Dezember 2025 verwandelten sich die Räumlichkeiten in der Neutorgasse 49 in Graz in einen Ort der Begegnung. Dabei wurde der Ausstellungsraum getragen von Licht, Material und dem leisen Dialog zweier künstlerischer Handschriften – eine kuratierte Werkschau zwischen Handweberei und zeitgenössischer Malerei.
Zwei Schwestern. Zwei Disziplinen. Ein gemeinsamer Raum.
Während die eine malt, webt die andere.
Gemeinsam verbindet beide nicht nur der Weg durch die HTBLA Korösistraße, sondern vor allem ein präziser Blick für Detail, Komposition und Atmosphäre.
Sandra Wiedner, Master of Arts
Handweberei & Textilkunst · Studium der Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz
Hier greifen Weben und künstlerisches Denken ineinander. Aus Fäden entstehen qualitätsvolle, handgewebte Einzelstücke – getragen von Farbe, Rhythmus und ornamentaler Vielfalt. Textile Arbeiten, die Räume verwandeln und Handwerk bewusst in den Alltag integrieren.
2026 folgte die Gründung der Boutique-Weberei Wiedengold in Graz.
Mirjam Schrei, Bachelor of Arts
Malerei · Studium Grafik-Design & Fotografie, Kunstuniversität Linz · Meisterklasse für Malerei, HTBLA Korösistraße
Ihre Werke verbinden fotorealistische Details mit abstrakten Elementen – voller Licht, Tiefe und Atmosphäre. Dabei steht Hoffnung im Zentrum ihres Schaffens.
Mehr zu den Werken der Künstlerin unter: www.mirjamschrei.com
Werkschau: Textilkunst und Malerei im Dialog
In der kuratierten Ausstellung in Graz begegneten sich Textilkunst, Handweberei, Zeichnungen und Gemälde nicht als Gegensatz, sondern als Erweiterung.
So antwortete Gewebe auf Pinselstriche.
Gleichzeitig fand Farbe ihren Widerhall im Faden.
Struktur traf auf Fläche – und Handwerk auf freie Kunst.



Vernissage und Begegnung im Advent
Zur Eröffnung wurde der Pop-up Kunstmarkt von stimmungsvoller Livemusik, zahlreichen Gästen und einer spürbar freudigen Erwartung getragen. Gespräche entwickelten sich zwischen Kunstwerken, zwischen Generationen und zwischen Fremden, die sich im gemeinsamen Staunen wiederfanden.
Über vier Wochen hinweg war der Ausstellungsraum in der Grazer Innenstadt gut besucht. Es entstanden intensive Gespräche über Material, Handwerk und Hoffnung – über das Bleibende im Vergänglichen und darüber, wie Kunst in den Alltag hineinwirken kann.
Gerade im Advent in Graz, einer Zeit zwischen Verdichtung und Sehnsucht, erwies sich das Konzept als stimmig: ein Kunstmarkt, der keiner im herkömmlichen Sinn war, sondern vielmehr ein offenes Atelier auf Zeit. Ein Ort, an dem handgewebte Einzelstücke, textile Arbeiten und Gemälde ihren Weg in neue Räume fanden.



Ein Konzept, das trägt
Nicht nur formal, sondern auch atmosphärisch zeigte sich die Verbindung von Malerei und Handweberei als überzeugend. Die Räumlichkeiten in der Neutorgasse boten den passenden Rahmen: textile Arbeiten neben großformatigen Gemälden, feine Zeichnungen in unmittelbarer Nähe zu strukturierten Geweben.
Die Künstlerschwestern präsentierten dabei nicht nur Werke – sie öffneten einen Dialog.
Zwischen Tradition und Gegenwart.
Zwischen Handwerk und zeitgenössischer Kunst.
Zwischen Fläche und Faden.
Und vielleicht saß im Hintergrund – leise beobachtend – auch jene stille Begleiterin, die in jedem Atelier ihren Platz hat: die Ruhe, die entsteht, wenn Material und Mensch einander vertrauen.
POP-UP KunstMarkt im Advent 2025
22. November – 21. Dezember 2025
Di – Sa, 11 – 18 Uhr
Neutorgasse 49, 8010 Graz
Ein erster gemeinsamer Schritt – und ein Raum, der nachhallt.

