
Wann & Wo
20. März – 11. April 2026
Mo – Sa, 12:00-18:00 Uhr (Dienstag geschlossen)
Neutorgasse 49, 8010 Graz
Vernissage am 20. März 2026, 19:00 Uhr
Zwei Handschriften, ein gemeinsamer Raum
Nach dem positiven Echo des letzten Treffens öffnet der POP-UP KunstMarkt erneut seine Türen – diesmal im Licht des Frühlings. Bereits zum zweiten Mal laden die Künstlerschwestern Sandra Wiedner und Mirjam Schrei zur Verkaufsausstellung in die Grazer Innenstadt.
Zwischen textilen Strukturen, Zeichnungen und Gemälden entsteht für drei Wochen in der Neutorgasse 49 in Graz ein Raum, der Dialoge führt: zwischen Faden und Linie, Fläche und Farbe, Material und Licht.






Handweberei und Textilkunst – Sandra Wiedner, Boutique-Weberei Wiedengold
Handgewebte Arbeiten treten in Beziehung zu Raum und Betrachter. Struktur wird zur Sprache, Garn zur Geste. So entfalten sich in konzentrierter Materialität feine Rhythmen – getragen von Maß, Spannung und der Präsenz des Handwerks.
Die Webarbeiten von Sandra Wiedner entstehen am Webstuhl in sorgfältiger Einzelanfertigung. Dabei bildet die bewusste Wahl hochwertiger Naturmaterialien – Leinen, Baumwolle, Wolle oder feine Mischgarne – die Grundlage, die in limitierte Auflagen oder als Unikate verarbeitet werden.
Ihre künstlerische Praxis ist zugleich handwerklich fundiert und kunsthistorisch reflektiert. Einerseits bildet die Ausbildung zur Handweberin das Fundament, andererseits vertiefen das Studium der Kunstgeschichte in Graz, Wien, Berlin und Florenz sowie die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Stoffdarstellungen in Gemälden der Renaissance und gewebten Bildbehängen der Moderne diesen Blick.
Aus diesem Zusammenhang heraus entwickelt sie eigene Strukturen und Muster. Vergangene Epochen klingen an, ohne zitiert zu werden. Auf diese Weise entsteht eine zeitgenössische, elegante Textilsprache, die Geschichte nicht illustriert, sondern in Material übersetzt.



Malerei und Zeichnung – Mirjam Schrei
Die Grazer Künstlerin Mirjam Schrei verbindet fotorealistische und abstrakte Maltechniken – mit außergewöhnlichen Materialkombinationen wie etwa Öl und Kugelschreiber. Dabei entstehen Bildflächen, in denen Präzision und Auflösung bewusst nebeneinanderstehen.
Licht ist hier mehr als ein malerisches Mittel. Vielmehr wird es zur Metapher und zum Hoffnungsträger.
„Mit meiner künstlerischen Praxis reagiere ich auf die Flüchtigkeit des fotografischen Moments. Nach meinem Studium in Grafik-Design und Fotografie an der Kunstuniversität Linz widme ich mich nun vorrangig der Malerei. In meinen Werken kombiniere ich Techniken der fotorealistischen und abstrakten Malerei und möchte Bilder voller Details, Licht und Atmosphäre schaffen. Hoffnung steht im Zentrum meiner Arbeit, da ich diese als lebensnotwendig betrachte.“
So verdichten sich in ihren Arbeiten Details zu atmosphärischen Bildräumen. Fotografie wird dabei nicht festgehalten, sondern weitergedacht – in Schichten, Spuren und Überlagerungen.

Der POP-UP KunstMarkt versteht sich nicht als klassische Ausstellung, sondern als offener Begegnungsraum. Kunst darf hier betrachtet, hinterfragt, berührt und im persönlichen Gespräch vertieft werden.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch – im Dialog zwischen Textil und Malerei, zwischen Schwestern, zwischen Werk und Welt.




